Der Staffelstab ist weitergegeben

Auf unserer Mitgliederversammlung am 09.06.2021 wurde der neue Vorstand des AktivVerbund e.V. gewählt.

 

Unsere bisherige Vorsitzende Renate Schusch übergibt den Staffelstab an Katja Braune. Damit ist der Generationswechsel eingeleitet. Aber Renate Schusch verlässt den Vorstand nicht, sie wird als stellvertretende Vorsitzende gemeinsam mit Meta Kemmerich dem AktivVerbund e.V. im Vorstand erhalten bleiben.

 

Unser neu gewählter Vorstand besteht jetzt aus :

 

Vorsitzende                Katja Braune

Stellv. Vorsitzende    Renate Schusch und Meta Kemmerich

Kassenwart                 Jens-Holger Hopp

Schriftführer              Björn Braune

Beiräte                        Simone Dreblow, Ginette Schenk, Cornelia Jürgens und Marita Leßny

 

An dieser Stelle möchten wir uns bei Renate Schusch für ihr bisheriges Engagement bedanken.

 

Liebe Schuschi,

 

der AktivVerbund e.V. sagt vom ganzen Herzen    D – Du bist einfach großartig.
                                                                                        A – Arbeiten kannst du wie ein Tier.
                                                                                       N – Nie hast du aufgegeben.
                                                                                       K – Klar, du warst immer da.
                                                                                       E – engagiert dabei.

 

Unser Dank geht auch an unsere neuen Mitglieder im Vorstand, Cornelia Jürgens und Björn Braune.

 

Neu aufgestellt freuen wir uns weiter für das Wohl von Pflegekinder, Adoptivkindern, Kindern mit Gewalterfahrungen und deren Familien eintreten zu können.

 

 

 

Online Rundgespräch

Trauma und Dissoziation in früher Kindheit

Was ist mit dem Kind los?

Samstag, 14.08.2021 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Mit Susanne Leutner

Veranstalter: AktivVerbund e.V.

 

Ich weiß nicht wie das Kaninchen unter mein Bett gekommen ist!“

Wenn Menschen extreme Belastungen erleben, tun sie alles, um normal weiter leben zu können. Sie bewahren das Wissen über die schlimmen Erlebnisse an einer Stelle im Inneren auf, zu der niemand Zutritt hat, auch nicht sie selbst. Und sie sagen sich: Mir ist doch nichts passiert! Das ist Dissoziation, eine Fähigkeit der Psyche, ohne die man nicht weiter leben könnte. Sie ist überlebenswichtig.

Diese Art zu leben geht nicht einfach weg, auch wenn außen Sicherheit ist. Im Gegenteil:  die Aufteilung der Psyche, die einst eine Überlebenshilfe war, bleibt bestehen und wird oft hinderlich. Denn die unterschiedlichen inneren Teile haben Angst voreinander. Der eine kann und will nichts spüren, der andere weiß nicht, dass die Vergangenheit vorbei ist. Der eine will brav sein und normal leben, der andere hat Angst und braucht ein Kaninchen zum Kuscheln.

Sie machen auch uns ängstlich und verständnislos. Aber nur durch uns lernen diese Menschen – Doch! Es ist mir passiert. Und –  Ja! Es ist vorbei.

Wie geht das im Alltag? Darüber möchte ich mit Ihnen reden.

Susanne Leutner verbindet gerne verschiedene Sichtweisen: Kinder und Erwachsene, Psycholog:innen und Pädagog:innen, verletzte innere Anteile und kontrollierende.

Susanne Leutner

Praxis für Psychotherapie (TP), Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin.

Ego-State-Therapie Institut Rheinland mit E.Cronauer. Psychotherapie mit Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen, Supervision, Fortbildung und Beratung für Psychologen und Pädagogen seit 1980.  Gesprächs-  Familien- und Kindertherapeutin, EMDR, PITT, Hypnotherapie, Ego-State-Therapie, Th. d. Strukturellen Dissoziation.

Supervisorin EMDR Europe, Trainerin Ego-State-Therapie.

Dozentin und Supervisorin an verschiedenen Weiterbildungsinstituten.

Berufspolitisch engagiert in der EST-DE (Ego-State-Therapie Deutschland und international); ehemalige Stellvertretende Vorsitzende von EMDRIA-Deutschland und EMDR-Europe Board.

www.susanne-leutner.de

Teilnahmegebühr:

10 € für Mitglieder des AktivVerbund e.V., Aufpreis jeweils 5 € für weitere Teilnehmer in der Familie

15 € für Fachkräfte und Interessierte

Anmeldung: Trauma – 14.08.2021 (PDF – Anmeldung)

 

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Kinderrechte ins Grundgesetz: Scheitern des Vorhabens herber Dämpfer für Kinder, Jugendliche und Familien

Berlin, 08. Juni 2021

Zum Scheitern des Koalitionsvorhabens, Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern, erklärt das Aktionsbündnis Kinderrechte (Deutsches Kinderhilfswerk, der Kinderschutzbund, UNICEF Deutschland, in Kooperation mit der Deutschen Liga für das Kind):

„Das Scheitern der Verhandlungen über die Aufnahme von Kinderrechten im Grundgesetz ist ein herber Dämpfer für die Kinder, Jugendlichen und Familien unseres Landes, die in den vergangenen Monaten ohnehin schon wenig Unterstützung erfahren haben. Die Corona-Pandemie hat deutlich gezeigt, dass Kinderrechte bisher zu häufig übergangen werden.

Dass sich die Bundestagsfraktionen nicht auf eine gemeinsame Formulierung einigen konnten, ist enttäuschend. Kinder und ihre Familien hätten mehr Kompromissbereitschaft und Rückhalt über alle Parteien hinweg verdient. Mit dem Scheitern des Vorhabens wurde eine historische Chance verpasst, die Rechte von Kindern nachhaltig zu stärken.

Das Aktionsbündnis Kinderrechte wird sich weiter für eine Verankerung der Kinderrechte in der deutschen Verfassung einsetzen. Die im Aktionsbündnis vertretenen Kinderrechtsorganisationen rufen Bund und Länder dazu auf, weiter eine tragfähige Lösung zur Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz zu suchen. Es braucht eine starke und eindeutige Formulierung für die Kinderrechte, die unabhängig von den Elternrechten gegen den Staat gelten. Dies wäre eine wichtige Grundlage für kindgerechtere Lebensverhältnisse und bessere Entwicklungschancen für alle Kinder, für eine stärkere Rechtsposition und mehr Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland.“


Weitere Informationen und Rückfragen:

Deutsches Kinderhilfswerk, Uwe Kamp, 030-308693-11, www.dkhw.de

Deutscher Kinderschutzbund, Paula Faul, 030-214809-20, www.dksb.de

UNICEF Deutschland, Jenifer Stolz, 030-2758079-18, www.unicef.de

Deutsche Liga für das Kind, Prof. Jörg Maywald, 0178-5339065, www.liga-kind.de

Hier geht es zum Beitrag vom Aktionsbündnis.