Was sagt der Koalitionsvertrag zu ‚Familien und Kindern‘ und ‚Teilhabe behinderter Menschen‘?

Wenn es denn zu einer großen Koalition kommen würde, was würde die neue Regierung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, der Familienhilfe und der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in den nächsten Jahren veranlasssen wollen? Das DIJuF hat entsprechende Aussagen aus dem Koalitionsvertrag veröffentlicht.
Aus der Webseite des Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht DIJuF:

Ein neuer Aufbruch für Europa – Eine neue Dynamik für Deutschland – Ein neuer Zusammenhalt für unser Land“ betiteln CDU, CSU und SPD ihren am 7. Februar 2018 beschlossenen Koalitionsvertrag. Ob er die Grundlage für die kommende Regierung bildet, werden die Abstimmungen des CDU-Parteitags am 26. Februar 2018 in Berlin und der Mitgliederbefragung der SPD bis zum 2. März 2018 zeigen. Lesen Sie hier, was für die Kinder- und Jugendhilfe unter den Überschriften „Familien und Kinder im Mittelpunkt“ und „Teilhabe von Menschen mit Behinderungen“ beschlossen wurde.

Familien, Kinder- und Jugendliche

Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

Schulkinder ohne Schutz?

Eine Studie des Deutschen Jugendinstitut (DJI), die vom Unabhängigen Beauftragen für Fragen des Sexuellen Missbrauchs in Auftrag gegeben wurde, zeigt, wie es an deutschen Schulen um den Schutz vor sexuellem Missbrauch steht:

„Nur 13 Prozent von 1.500 befragten Schulen haben bisher ein umfassendes Schutzkonzept entwickelt. Weitere drei Prozent kündigten an, sich im laufenden Schuljahr damit befassen zu wollen. Etwa 90 Prozent der Schulen haben bislang keine Risikoanalyse vorgenommen. Und nur etwas mehr als ein Viertel der Schulen arbeitet mit Fachleuten für Präventionsarbeit zusammen“.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie:

DJI-Webseite
Unabhängier Beauftragter für Fragen des Sexuellen Missbrauchs

Agenda digitaler Kinder- und Jugendschutz anlässlich des „Safer Internet Day“

Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs Johannes-Wilhelm Rörig fordert eine „Agenda digitaler Kinder- und Jugendschutz“ von Politik und Internet-Unternehmen“: „Der Schutz in der analogen Welt muss auch für den digitalen Raum gelten.“

Rörig begrüßt den Vorstoß der Koalitionäre, das Jugendmedienschutzrecht zu reformieren und mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket den Kinder- und Jugendschutz zu stärken. Dieses müsse auch den digitalen Raum berücksichtigen. 0,5 % des für den Digitalpakt vorgesehen Budgets sollte laut Rörig in den digitalen Kinder- und Jugendschutz investiert werden.

Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, äußert sich anlässlich des „Safer Internet Day“ besorgt über den fehlenden Kinder- und Jugendschutz im Netz:

Rörig: „Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche verändert sich durch die digitalen Medien fundamental. Immer mehr Minderjährige erleiden sexuelle Übergriffe durch Cybergrooming, durch die Erpressung und Bloßstellung im Zusammenhang mit Sexting und durch die ungewollte Konfrontation mit Pornografie und Exhibitionismus. Bereits 95 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren besitzen ein Smartphone. Täter und Täterinnen haben dadurch nahezu ungestörte Kontaktmöglichkeiten zu Minderjährigen. Dennoch findet Kinder- und Jugendschutz im Netz nicht statt. Politik muss beim digitalen Kinder- und Jugendschutz endlich eine deutliche Schlüsselposition einnehmen. Ich erwarte von der künftigen Bundesregierung, dass sie den Kinder- und Jugendschutz im Netz zügig auf die Agenda ihres politischen Handelns hebt. Mindestens 0,5 Prozent des für den Digitalpakt angedachten Budgets sollte jetzt für eine „Agenda digitaler Kinder- und Jugendschutz“ zur Verfügung gestellt werden. Kinderschutz ist keine Wohltat, Kinderschutz ist eine staatliche Pflichtaufgabe. Auch die großen Internet-Unternehmen müssen sich stärker für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum engagieren. Mädchen und Jungen haben ein Recht darauf, sicher mit digitalen Medien aufzuwachsen.“

Rörig: „Von den Internet-Unternehmen erwarte ich, dass sie ihrer Verantwortung künftig stärker nachkommen und ihre wichtigste Zielgruppe, die „Digital Natives“, viel besser vor sexueller Gewalt schützen. Ich fordere zum Beispiel wirksame Zugangsbeschränkungen und Identifikationsverfahren, realistische Alterskennzeichnungen, leicht sichtbare und niedrigschwellige Beschwerdemöglichkeiten für Kinder und Jugendliche sowie kinder- und jugendschutzgerechte Grundkonfigurationen. Es ist nicht hinnehmbar, dass sich beispielsweise ein Jugendlicher, der ungewollt mit Pornografie konfrontiert wird und diese melden möchte, keine oder nur sehr versteckte Hinweise zu Hilfe- und Meldeangeboten findet. Ein zeitgemäßer Kinder- und Jugendschutz im Internet bedeutet, dass junge Userinnen und User die Möglichkeiten der modernen Mediengesellschaft unbeschwert, sicher und selbstbestimmt nutzen können.“
Rörig verweist in Bezug auf den Digitalpakt und eine „Agenda digitaler Kinder- und Jugendschutz“ auf sein Programm JETZT HANDELN zur konsequenten Bekämpfung von sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und deren Folgen für die 19. Legislaturperiode. Darin fordert er auch eine zeitgemäße Medienbildung im vorschulischen und schulischen Alltag sowie eine umfassende und über mehrere Jahre angelegte Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagne. Diese soll Bürgerinnen und Bürgern vermitteln, was sexueller Missbrauch ist, wie Täter und Täterinnen vorgehen, was man bei Verdacht oder Vermutung tun und an welche Hilfeangebote man sich wenden kann.

Hilfeangebote des Unabhängigen Beauftragten:
Hilfetelefon Sexueller Missbrauch: 0800 – 22 55 530 (kostenfrei und anonym)
Hilfeportal-Missbrauch.de

Weitere Informationen zum Programm JETZT HANDELN:
beauftragter-missbrauch.de/jetzt-handeln

Informationen zum Safer Internet Day:

Der jährliche internationale Safer Internet Day (SID) findet am 6. Februar 2018 statt. Unter dem Motto „Safer Internet Day 2018 – Create, connect and share respect: A better internet starts with you“ ruft die Initiative der Europäischen Kommission weltweit zu Veranstaltungen und Aktionen rund um das Thema Internetsicherheit auf. Das Motto soll ein Aufruf an alle Stakeholder sein, ihren Teil der Verantwortung zur Schaffung eines besseren Internets für alle, insbesondere für die jüngsten Nutzerinnen und Nutzer, zu übernehmen. Jedes Jahr richtet der SID die Aufmerksamkeit auf ein aktuelles Online-Problem. Klicksafe initiiert und koordiniert die Aktivitäten in Deutschland mit dem Ziel, möglichst viele Akteure und Institutionen für den weltweiten Aktionstag zu gewinnen. Zum deutschen Safer Internet Center gehören klicksafe, die Internet-Hotlines von eco, FSM und jugendschutz.net sowie die Nummer gegen Kummer.
www.saferinternet.de
www.saferinternetday.org/web/sid/home

Quelle: Pressemitteilung vom 04.02.2018
Friederike Beck
Pressesprecherin
Postanschrift: Glinkastraße 24, 10117 Berlin
Dienstgebäude: Kapelle-Ufer 2, 10117 Berlin
Tel +49 (0)3018 555 -1554 Fax +49 (0)3018 555 -41554
friederike.beck@ubskm.bund.de
www.beauftragter-missbrauch.de Twitter: @ubskm_de

Frühkindliches Trauma, Dissoziation, Behandlungsmethoden, EMDR

Impulsvorträge für Psychotherapeuten, Pflegeeltern, Fachkräfte, Studierende und am Thema interessierte Menschen. Ein fachlicher Austausch mit den Experten zu spezifischen Fragestellungen zum Thema findet am Nachmittag statt.

 

Zu unserem Fachtag sind noch einige Plätze frei.

! Diese Fortbildung wird für ALLE Teilnehmer von der Psychotherapeutenkammer Berlin mit 8 Fortbildungspunkten zertifiziert.

Anmeldungen sind noch bis zum 25.09.2018 möglich.

 

Ort und Datum der Veranstaltung

Datum: 29. September 2018
Zeit: 10:00h – 17:00h
Ort: Mercure Hotel Berlin City West
Ohmstr. 4-6, 13629 Berlin

Veranstalter

AktivVerbund e.V.

Seminargebühren

  • 75,- EUR: Psychotherapeuten
  • 75,- EUR: Fachkräfte, Sonstige
  • 59,- EUR: Pflegeeltern
  • 39,- EUR: Studierende

Alkoholfreie Getränke und ein Mittagsimbiss sind im Preis enthalten.

Die Referenten

Dipl. Psych Susanne Leutner
Diplom-Psychologin und psychologische Psychotherapeutin in Bonn seit 1989, Praxis für Psychotherapie (TP) mit Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen, Supervision und Fortbildung für Psychologen und Pädagogen seit 1980. Susanne Leutners spezielles Interesse ist die Verbindung verschiedener Behandlungsmodelle mit Schwerpunkt auf Ressourcenintegration, besonders in der Arbeit mit traumatisierten Menschen.

Zum Vortrag:

  1. Was heißt Trauma? Wieso ist sexuelle Gewalt traumatisierend?
  2. Wie verarbeiten Menschen Traumatisierungen?
  3. Was bedeutet es für Pflegeeltern oder eine Einrichtung, mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen zu arbeiten und zu leben?
  4. Welche persönlichen Voraussetzungen sollten in der Arbeit und im Zusammenleben mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen gegeben sein?

Dr. med. Harald Schickedanz
Ärztlicher Direktor im Reha-Zentrum Bad Dürrheim, Klinik Hüttenbühl Harald Schickedanz arbeitet seit über 40 Jahren in Krankenhäusern verschiedenster Art und ist als Arzt und Psychotherapeut leidenschaftlich interessiert an Wachstums- und Heilungsprozessen im biologischen, psychologischen und sozialen Bereich.

Zum Vortrag:

  1. Wie werden traumatische Erfahrungen weitergegeben?
  2. Wie wirken sich traumatische Erfahrungen auf den Körper, auf die Seele und zwischenmenschliche Beziehungen, unter Umständen auch auf Gesellschaften aus?
  3. Sind sie heilbar und /oder korrigierbar?

Anmeldung


habe ich auf folgendes Konto überwiesen:
AktivVerbund e.V., Deutsche Kreditbank Berlin,
BLZ 120 300 00
Konto-Nummer: 18679530
IBAN: DE21 1203 0000 0018 6795 30
BIC: BYLADEM1001
Verwendungszweck: „Vortrag 2018 – Trauma + Ihr Name“

Alkoholfreie Getränke und ein Mittagsimbiss sind im Preis enthalten.
Anmeldung ab sofort, nur über das Anmeldeformular, die Anmeldung verpflichtet unabhängig
vom tatsächlichen Besuch der Veranstaltung zur Zahlung. Bei Rücktritt bis zu 7 Tagen vor dem
Seminar werden 50% des Teilnehmerbeitrags fällig, bei späterer Absage 100%. Sie können im
Falle einer Verhinderung auch eine Vertretung benennen. Sollte das Seminar überbucht sein,
erhalten Sie von uns rechtzeitig eine Absage.

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Ich habe die unten stehenden Datenschutzrichtlinien gelesen und stimme ihnen zu. (Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben.)

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Die Anmeldung verpflichtet unabhängig vom tatsächlichen Besuch der Veranstaltung zur Zahlung. Bei Rücktritt bis zu 7 Tagen vor dem Seminar werden 50% des Teilnehmerbeitrags fällig, bei späterer Absage 100%. Sie können im Falle einer Verhinderung auch eine Vertretung benennen. Sollte das Seminar überbucht sein, erhalten Sie von uns rechtzeitig eine Absage.

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Ihre Widerrufserklärung können Sie an untenstehende Kontaktdaten senden.

Sie können sich auch mit beigefügtem Anmeldeformular per Fax, E-Mail oder Post anmelden.

Fax: 030 / 36991383
E-Mail: schusch@aktivverbund.de

AktivVerbund e.V.
c/o Renate Schusch
Pichelsdorfer Str. 33
13595 Berlin

Das ändert das Bundesteilhabegesetz ab 2018

Mit dem Jahreswechsel sind eine ganze Reihe von Änderungen durch das Gesetz zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen (Bundesteilhabegesetz – BTHG) in Kraft getreten. Nach ersten Verbesserungen bei der Berücksichtigung von Einkommen und Vermögen, die 2017 wirksam wurden, steht die Reformstufe 2 im Zeichen erster strukturverbessernder Regelungen.

Mit zahlreichen Änderungen im Teil 1 des SGB IX stellt der Gesetzgeber die Verwaltungen der sieben Rehabilitationsträger in den Bundesländern und die Gesetzliche Pflegeversicherung vor große Herausforderungen. In einem gegliederten System teils steuerfinanzierter, teils beitragsfinanzierter Rehabilitations- und Teilhabeleistungen gilt es für die Leistungsträger, ihre Prozesse zur Gewährleistung von Leistungen zu harmonisieren.

Übersicht der Änderungen der Reformstufe 2

Weitere Informationen auf der Webseite des Deutschen Vereins